Pädagogische Grundkonzeption

 

In unserer pädagogischen Arbeit orientieren wir uns insbesondere an den folgenden drei Grundprinzipien:

 

  • Jedes Kind ist einzigartig

 

Jedes Kind, das zu uns kommt, wird mit seiner ganzen Persönlichkeit angenommen und wertgeschätzt. Wir gestehen Kindern ihre eigenen Gedanken, Gefühle und Interessen zu und ermutigen sie, diese auch zu äußern. Wir unterstützen Kinder wann immer sie Hilfe brauchen, nehmen ihnen aber keine Entscheidungen ab, die sie selbst treffen können. Auf diese Weise kann sich jedes Kind zu einer eigenständigen und selbstbewussten Person entwickeln.

 

  • Gemeinsam sind wir stark

Bei der Gestaltung unseres Alltags stellen wir die Interessen der Kinder in den Vordergrund. Wir beziehen ihre Meinungen und Wünsche in unsere Planung ein und bieten ihnen so die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen, auszudrücken und umzusetzen. Wir helfen den Kindern, Konflikte zum Wohle aller Beteiligten zu lösen und gemeinsame Regeln für das Zusammenleben zu finden. Auf diese Weise erfahren die Kinder, dass die freie Entfaltung der Persönlichkeit wichtig ist, aber dort ihre Grenzen hat, wo sie den Interessen der Gemeinschaft entgegensteht.

 

  • Offenes Arbeiten erlaubt selbstbestimmtes Lernen

 

Unser offenes Angebot in Form von Spiel- und Lernbereichen erlaubt den Kindern möglichst selbstbestimmt zu lernen. Durch eine anregungsreiche Gestaltung der Räume motivieren wir die Kinder zu den unterschiedlichsten Aktivitäten. Zusätzlich bieten wir vielfältige gezielte Angebote, die den individuellen Interessen der Kinder entsprechen und sie in ihrer Entwicklung fördern und unterstützen. Auf diese Weise wird - bei aller Selbstbestimmung - eine ganzheitliche Förderung gewährleistet.


Die 2-Jährigen in unserer Einrichtung sind in einer Nestgruppe zusammengefasst und halten sich vorwiegend in ihrem Gruppenraum auf. Ungefähr mit Erreichen des 3. Geburtstages wechseln sie in die regulären Stammgruppen.

 

 

Pädagogische Ziele

 

Folgende Ziele bestimmen unsere Arbeit:

 

  • Die Kinder sind im Kindergarten glücklich und fühlen sich in der Gemeinschaft geborgen.
  • Die Kinder entwickeln eine hohe Selbstständigkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein.
  • Die Kinder werden mit der Kirche, ihren Werten und Grundlagen vertraut und bauen ein christliches Wertebewusstsein auf.
  • Die Kinder entwickeln ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten im sprachlichen, kognitiven, motorischen, kreativen und emotionalen Bereich kontinuierlich weiter.
  • Die Kinder lernen rücksichtsvoll, tolerant und hilfsbereit miteinander umzugehen und entwickeln eine demokratische Grundhaltung.

 

 

Wichtige pädagogische Leistungen

                                                                            

Sich wohl fühlen im Kindergarten

Die Erzieherinnen schaffen alle Voraussetzungen dafür, dass sich die Kinder im Haus wohl fühlen können. Sie gehen kompetent und einfühlsam mit den Kindern um, gestalten die Räumlichkeiten kindgerecht und tragen Sorge für die Gewährleistung hygienischer und sicherheitstechnischer Rahmenbedingungen.

 

Lernen in Spiel- und Erfahrungsbereichen
Einen Großteil des Tages bewegen sich die Kinder frei innerhalb der Spiel- und Erfahrungsbereiche. Sie haben Gelegenheit, Spielpartner, Spielort und das Spielselbst zu wählen. Die Erzieherinnen unterstützen die Kinder bei ihrer Wahl, stehen als Spiel- und Ansprechpartner zur Verfügung und geben - wenn nötig -Hilfestellungen. Sie sorgen dafür, dass sich die Kinder sicher und geborgen fühlen. Die Raumgestaltung und die vielfältige Materialauswahl regen dabei zum kreativen und differenzierten Spielen und Lernen an.

 

Zusammensein in der Stammgruppe

Unsere Stammgruppen sind Jahrgangsgruppen. Neben der offenen Arbeit im Alltag, treffen sich die Jahrgangsgruppen einmal in der Woche mit ihren Gruppenerzieherinnen in einem festen Raum. An diesem Vormittag bleiben die Gruppen altershomogen zusammen. Es werden altersgerechte Aktivitäten und Projekte angeboten. Bis zum Ende ihrer Kindergartenzeit begleiten die Bezugserzieherinnen ihre Gruppe. Somit ist diese eine wichtige Bezugsperson für die Kinder und Ansprechpartnerin für die Eltern.

 

Mitmachen bei freien Angeboten und Projekten
Freie Angebote und Projekte, die von den Interessen und Neigungen der Kinder ausgehen,  sichern den kontinuierlichen Wissenserwerb und den Aufbau vielfältiger Kompetenzen. In unserer Arbeit unterscheiden wir dabei zwischen

 

- einmaligen Tagesangeboten, die in den verschiedenen Spiel- und Lernbereichen zu den unterschiedlichsten Themen stattfinden können

 

- Projekten, das heißt die Erarbeitung eines Themas über einen längeren Zeitraum mit der gleichen Kindergruppe. Dabei werden Methoden, Inhalte und Verlauf von den Kindern mitbestimmt.


Gemeinsame Ausflüge, Feste, Gottesdienste und andere Aktionen wie das gemeinsame Frühstück oder der Wandertag ermöglichen den Kindern vielfältige Erfahrungen in größeren Gruppen und fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl und die familiäre Atmosphäre innerhalb des ganzen Kindergartens.

 

 

Igelgruppe für die Zweijährigen
Den Zweijährigen steht ein eigener Raum zur Verfügung. Er ist altersgerecht ausgestattet und bietet einen überschaubaren Rahmen, der dem hohen Bedürfnis dieser Altersstufe nach Sicherheit und Geborgenheit Rechnung trägt.


Zwei feste Bezugspersonen begleiten die kleinen Mitglieder der "Igelchengruppe" durch ein erlebnisreiches Kindergartenjahr, bevor sie dann zu den "Großen" und zu ihren neuen Bezugserzieherinnen wechseln. Da die Kinder durch die offene Arbeit vorher viele Berührungspunkte und Kontakte zu den anderen Kindern und Erzieherinnen hatten, verläuft dieser Übergang oft fließend und unkompliziert.

 

 

Von Anmelden bis Abschied nehmen

Bereits vor der Anmeldung ihres Kindes können die Eltern die Kindertagesstätte im Rahmen einer persönlichen Besichtigung und eines ausführlichen Informationsgespräches unverbindlich kennen lernen.

Die Anmeldung eines Kindes ist jederzeit möglich;sie erfolgt schriftlich auf einem Anmeldeformular.

 

Die Aufnahme richtet sich nach den freien Plätzen und bestimmten Kriterien, die in einer Aufnahmesatzung festgehalten sind. Die Leiterin entscheidet entsprechend dieser Satzung über die Aufnahme des Kindes und gibt den Eltern schriftlich Bescheid.

 

Im Rahmen des Aufnahmegespräches erhalten die Eltern alle wichtigen Informationen über die Organisation und Arbeit der Kindertagesstätte. 

Offene Fragen werden geklärt und vertragliche Regelungen durchgesprochen.

Umgekehrt bietet das Aufnahmegespräch den Eltern die Möglichkeit, Informationen über ihr Kind (Besonderheiten bzgl. der familiären Situation, Krankheiten, Gewohnheiten etc.) mitzuteilen.

 

Die Eingewöhnung der Kinder wird sehr bewusst gestaltet. Etwa 2- 4 Wochen vor dem offiziellen Aufnahmetermin beginnt die Eingewöhnung. Dafür sollten sich Eltern entsprechend Zeit nehmen und in ihrer Alltagsplanung berücksichtigen.

Die Gruppenerzieherinnen  unterstützen Eltern und Kind beim Ablöseprozess. Sie wenden sich verstärkt dem Kind zu und tragen durch ein umsichtiges und unterstützendes Verhalten dazu bei, dass sich das Kind schnell in der Einrichtung wohl und geborgen fühlt.

 

Während der 3 bzw. 4 Jahre in unserer Kindertagesstätte werden, entsprechend der wachsenden Kompetenzen der Kinder, unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.

In der ersten Zeit geht es vorwiegend um die Orientierung innerhalb der Gemeinschaft des Hauses. Das Kind lernt die verschiedenen Räume und deren Möglichkeiten kennen, es überblickt den Tagesablauf, schließt erste Freundschaften und gewinnt an Selbstvertrauen und Sicherheit. Diese Sicherheit bildet die Basis für entwicklungsgerechtes Lernen.

Bereits vom ersten Kindergartentag an erhält das Kind eine gezielte Förderung in allen Bereichen. Es baut seine Fähigkeiten stetig aus, entwickelt Interessen und vertieft seine sozialen Kontakte. Die offene Arbeit ermöglicht dem Kind zudem vielfältige Entscheidungsspielräume. Es gewinnt dadurch rasch an Selbständigkeit und Selbstbewusstsein.

 

Unsere Vorschulkinder heißen „Pusteblumen“. Das letzte Jahr vor der Einschulung ist geprägt von neuen Anforderungen und immer anspruchsvolleren Aufgaben, denn es beginnt die Übergangsphase von der Kindertagesstätte in die Grundschule. Da die Gruppenerzieherinnen diese Kinder 3 Jahre begleiten, können sie die Entwicklungsschritte der Kinder sehr gut im Auge behalten und die Eltern regelmäßig informieren und gegebenenfalls weitere Fördermaßnahmen mit ihnen besprechen.

 

Ein Ziel unserer Bemühungen ist es, den Kindern – im Rahmen unserer Möglichkeiten – den Weg zur Schule zu ebnen. Den Übergang in diesen neuen Lebensabschnitt unterstützen wir auch durch eine enge Zusammenarbeit mit der Grundschule.

 

Und irgendwann heißt es dann Abschied nehmen. Nicht selten fließen da ein paar Tränen bei allen Beteiligten, denn ein Weg, den man über Jahre gemeinsam gegangen ist, trennt sich nun wieder. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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